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Dateikategorien
- static Dateien, die sich ohne Eingriff des Systemadmins nicht ändern; z.B. Systemprogramme und Bibliotheken (vorzugweise in /usr zu finden)
- variable Alles Dateien, die sich durchaus häufig ändern; z.B. MySQl Datenbanken (Dateien werden hauptsächlich unter /var abgelegt)
- shareable Dateien, die für alle Rechner identisch sind und daher zentral vorgehalten werden können und übers Netzwerk verteilt werden (/urs/bin)
- unshareable Hostspezifische Dateien (/etc-Verzeichnis)
Aus diesen Aspekten ergeben sich 4 Datei-Kategorien:
- static shareable z.B. /usr/bin
- static unshareble z.B. /etc
- variable shareable z.B. /home
- variable unshareable z.B. /var/run
Hauptverzeichnisse
Es gibt 13 Verzeichnisse oder symbolische Verknüpfungen im Stammverzeichnis /
- /bin grundlegende Systembefehle (Binärdateien), die auch bei nicht gemountedem Dateisystem benötigt werden (Single User Mode z.B.); es sind keine Unterverzeichnisse erlaubt; Liste der meist verwendeten Befehle findet sich im Wikipedia-Artikel
- /boot alle Dateien des Bootloaders für den Bootvorgang, auch den MBR
- /dev Gerätedateien; u.a. die Dateien /dev/null (in dieser Datei wird alles, was geschrieben wird, wieder verworfen) , /dev/zero (aus dieser Datei werden Nullbytes in beliebiger Menge gelesen) und /dev/random (Hardware-Zufallsgenerator)
- /etc spezifische Konfigurationsdateien; statische Dateien, keine Binärdateien (im Ubuntu Verzeichnis sind jedoch Binärdateien vorhanden) (etc = editable text configuration; urspr. et cetera); hier liegen wichtige Konfigurationsdateien, wie fstab, inittab, networks, passwd, profile, usw.
Unterverzeichnisse: - /etc/opt systemspezifische Konfigurationsdateien für die Programme in /opt; für zusätzlliche installierte Softwarepakete müssen entsprechende Unterverzeichnisse angelegt werden; Regelung zur Unterverteilung von /etc/opt/ existiert nicht
- /etc/X11 optional Konfiguration des X-Window-System (Dateien Xconfig, xorg.conf, Xmodmap)
- /etc/sgml SGML-Systeme speichern hier grundlegende Konfigurationen ab
- /etc/xml Grundeinstellungen von evtl. vorhandenen XML-Systemen
- /etc/mc Konfiguration des Midnight Commanders (Dateimanager)
- /etc/network Konfigurationsdateien, die das Netz betreffen (Debian)
- /lib installierte dynamische Bibliotheken und Kernel-Module (Unterverzeichnis modules), die zum Starten und für die Programme in /bin und /sbin benötigt werden; dynamische C-Standardbibiothek libc.so.* und Linker Bibliothek ld*
- /media Einhängepunkt für Wechseldatenträger
- /mnt temporärer Einhängepunkt für Dateisysteme
- /opt zusätzliche Softwarepakete, die nicht in den Reposorities enthalten sind
- /sbin wichtige Systembefehle für die Systemadministration u.a. die nur als root ausgeführt werden dürfen (shutdown, fastboot, fdisk, mkswap, swapoff, etc)
- /srv Daten, die von Diensten angeboten werden; Verzeichnisstruktur ist noch nicht definiert
- /tmp temporäre Dateien von Programmen, für alle Benutzer zum Schreiben frei gegeben und muss ein Sticky-Bit haben
- /usr Unix System Resource; enthält Daten, die von mehreren Rechnern parallel genutzt werden können (shareable)
folgende Unterverzeichnisse müssen vorhanden sein: - /usr/bin primäre Verzeichnis für ausführbare Dateien auf dem System und enthält viele Benutzerbefehle
- /usr/include Header-Dateien (enthalten Include-Dateien mit Prototypendefinition), die durch Programme eingebunden werden
- /usr/lib modularer Programmcode, der über Bibliotheken verschiedenen Programmen zur Verfügung gestellt werden kann
- /usr/local Ort, wo Dateien und Programme abgelegt werden können, die von der Distribution nicht verwendet werden dürfen
- /usr/sbin Ablage von Systembefehlen, die nicht zwingend notwendig sind und entsprechend auch nicht für den Bootvorgang verwendet werden
- /usr/share von der Architektur unabhängige Daten
optional: - /usr/X11R6 X-Window-System Version11 Release 6
- /usr/games Spiele
- /usr/lib<nr> alternative Versionen dynamischer Bibliotheken
- /usr/src Quellcode
- /var varible Daten, die im Zuge der Abarbeitung entstehen. Es werden folgende Verzeichnisse erwartet:
- /var/cache zwischengespeicherte Daten von Anwendungsprogrammen
- /var/lib variable Statusinformationen
- /var/local variable Daten im Zusammenhang mit /usr/local
- /var/lock Lock-Dateien zur Prozesssynchronisation
- /var/log Logdateien
- /var/opt variable Daten in Zusammenhang mit /opt
- /var/run Daten des laufenden Prozesses
- /var/spool abzuarbeitende Warteschlangen (Druckaufträge, E-Mail-Versandaufträge,...)
- /var/tmp temporäre Dateien, die über den Neustart erhalten bleiben
- /var/account Prozessabrechnungsdaten
- /var/crash Systemdumps bei Rechnerabstürzen
- /var/game variable Spieledaten
- /var/mail Benutzerpostfachdateien
- /var/yp Datenbankdateien des Network Information Service
- /run Ersatz für /var/run; Eigentlich kein Bestandteil des FHS, aber steht dem auch nicht entgegen; Soll die Problematik beheben, dass /var/run während des Bootvorgangs unter bestimmten Umständen nicht verfügbar ist
- /home Verzeichnisstruktur zur Aufnahme von benutzerspezifischen Daten; Konfigurationsdateien werden dabei in versteckten Dateien und Verzeichnissen abgelegt (dot.files)
- /root Benutzerverzeichnis für den Benutzer root
- /lib<nr> alternative Kernel-Module und dynamische Bibliotheken, wenn das System mehrere Binärformate (32 Bit und 64 Bit) unterstützt. Für diese Systeme sind entsprechend eigene Versionen derselben Bibliothek vorhanden, die entsprechend in den /lib<nr> Verzeichnissen abgelegt werden
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