Wichtung: 2
- Kernel: Schnittstelle zwischen Software und Hardware
- Kernel = Softwareprodukt
- Kernel von Linux -> modularer Aufbau (zum großen Teil)
- einzelne Teile des Kernels können zur Laufzeit ge- und entladen werden
- modularer Aufbau verhindert unnötige Neustarts des Systems
- Gegensatz zu modular: monolithischer Kernel -> versagt eine Hardwarekomponente oder wird sie entfernt, können schwere Störungen auftreten
- SCSI - Small Computer System Interface (Familie von standardisierten Protokollen und Schnittstellen)
- IDE - Integrated Disc Electronic
I/O Adressen und Interrupts
- I/O Speicheradressen werden genutzt, um Input/Output Daten an den Computer zu übergeben
- Hexadezimal dotiert: beginnen immer mit 0x
- I/O Adresse ist eindeutig, da ansonsten die Karten sich gegenseitig den Speicherbereich überschreiben würden
- Werte für alte ISA-Karten (werden eher nicht mehr verwendet):
- Soundkarte: 0x110, 0x330
- Netzwerkkarten: 0x240, 0x330
- Serielle Schnittstellen/ Modem: 0x2e8, 0x3e8,0x2f8, 0x3f8
- PCI-Karten haben höhere I/O-Adressen: z.B. 0xd000
- Interrupts (IRQ Interrupt Request): Signalleitungen zur CPU zur Meldung, dass Daten im I/O-Speicherbereich zur Verarbeitung vorliegen
- Es gibt 16 IRQ (0-15)
- Shared Interrupts: Ursprünglich sollten auch die IRQs eindeutig sein, aufgrund der geringen Menge hat man der Hardware die shared interrupts beigebracht, was mal besser und mal schlechter funktioniert -> 1 IRQ wird von 2 Controllern verwendet
- Gängige IRQ Belegungen:
- IRQ 0: Timer (Motherboard)
- IRQ 1: Tastatur (Motherboard)
- IRQ 2: IRQ-Kaskadierung; um die IRQs 8-15 nutzbar zu machen
- IRQ 3: /dev/ttyS1 alias COM2 (zweite serielle Schnittstelle)
- IRQ 4: /dev/ttyS0 alias COM1 (erste serielle Schnittstelle)
- IRQ 5: /dev/lp1 alias LPT2 (zweiter Parallelport); wurde früher für Netzwerkkarten und Soundkarten benutzt, da die wenigsten Rechner zwei Parallelports hatten
- IRQ 6: Floppy Controller
- IRQ 7: /dev/lp0 alias LPT1 (erster Parallelport)
- IRQ 8: RTC (Real Time Clock, Hardware-Uhr Motherboard)
- IRQ 9: frei -> wird häufig für die Grafikkarte verwendet (früher mit IRQ 2 "parallel geschaltet", was zu Problemen führen konnte)
- IRQ 10: frei
- IRQ 11: frei
- IRQ 12: frei; häufig für PS/2 Maus
- IRQ 13: frei
- IRQ 14: erster IDE Controller
- IRQ 15: zweiter IDE Controller
- Unter RedHat werden in der /proc/interrupt tatsächlich nur die IRQs 0,1,8,9,12,14,15 aufgeführt
- Unter Ubuntu dagegen werden die IRQs 0,1,6,7,8,9 geführt; Da die IRQs 14 und 15 ja für die IDE Controller gedacht sind, stellt sich mir die Frage, ob unter Ubuntu die IRQs 6 und 7 hier als IDE- bzw. SCSI-Interrupt nutzt? Antwort: Bei dem RedHat System handelt es sich um eine VM, die den IDE-Bus mit anhängigen Komponenten verwendet. Mein Live-System dagegen hat keine klassische IDE-Geräte mehr, sondern dort wird alles über SCSI gehandelt, daher die Abweichungen. Ein Ubuntu-VM-System weißt ebenfalls die IRQs 14 und 15 auf, jedoch nicht 6 und 7
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