- modules.dep Darstellung der Abhängigkeiten zwischen allen Modulen. Trennung der Module durch ":" Gibt es keine Abhängigkeiten, bleibt es hinter dem ":" leer
- /proc/sys/kernel Ablage der Konfigurationsdateien des Kernels während des laufenden Betriebs.
- Einsehen der Dateien z.B. mit cat.
- Dateinamen sind zumeist selbsterklärend.
- Änderungen an diesen Dateien gehen bei Neustart verloren, da die hier abgelegten Dateien nicht auf der Festplatte abgelegt werden, sondern den Arbeitsspeicher darstellen
- /usr/src/ Quelle der zum Kernel gehörenden Dateien und Verzeichnisse.
- Ein Verzeichnis für jede Kernelversion, die die genaue Versionsnummer enthält (per Softlink auch unter /usr/src/linux zu finden).
- Unter Ubuntu wird kein /usr/src/linux Verzeichnis angelegt, sondern es wird ein Verzeichnis parallel zu dem Kernel-Verzeichnis angelegt, wo der Kernelbezeichnung ein "linux-" vorangestellt wird. Dort befinden sich dann die Softlinks
- Statische Teil des Kernels befindet sich in /boot. Hier sollte sich im Normalfall der Softlink vmlinuz befinden, der auf den tatsächlichen Namen des Kernels verweist (bei Verwendung mehrer Kernel und distributionsabhängige Unterschiede denkbar)
- /lib/modules für jeden installierten Kernel ein Unterverzeichnis.
- Seit Version 2.4 erst Unterverzeichnis Kernel
- Dann die Verzeichnisse mit den jeweiligen Kategorien, z.B.
- fs -> Dateisystem
- net -> Netzwerkkartenmodule
- scsi -> SCSI-Adaptermodule
- video -> Grafikadaptermodule.
- In diesem Verzeichnis befindet sich ebenfalls die modules.dep.
- Moduldateien, die durch den Kompiler in ausführbare Dateien umgewandelt wurden enden auf .ko (Kernel-Objekt, früher nur o für Objekt)
- /dev sowohl physikalische als auch logische Laufwerke werden unter Linux als Gerätedateien unter /dev dargestellt. Nicht Festplattenverzeichnis, sondern Darstellung des Geräts im Kernel (Geräte werden ins Userland exportiert) Gerätedateien sind Prüfungsrelevant!!
- Geräte an IDE Bus: Bezeichnung durch /dev/hda - /dev/hdd
/dev/hda -> Primary Master
/dev/hdb -> Secondary Master
/dev/hdc -> Primary Slave
/dev/hdd -> Secondary Slave - Buchstaben a - d beschreiben die Position des Geräts am Controller
- Aufgrund des Bezeichners können keine Rückschlüsse auf das Gerät getroffen werden (CD-ROM Laufwerk, Festplatte, DVD-Laufwerk)
- Meisten (E)IDE-Controller verfügen über zwei Kanäle (Primary IDE, Secondary IDE), an die jeweils zwei Geräte (Master, Slave) angeschlossen werden können
- IDE-RAID Conroller können mehr Geräte verwalten
- wird z.B. ein CD-ROM Laufwerk als Secondary Master angeschlossen, wird ein Softlink von /dev/cdrom nach /dev/hdc erzeugt
- Geräte an SCSI Bus: Bezeichnung erfolgt durch /dev/sda - /dev/sdd
- SATA Festplatten werden wie SCSI-Geräte gehandhabt
- Achtung!!! Unter bestimmten Derivaten werden auch IDE-Festplatten mit /dev/sdx bezeichnet z.B. unter Ubuntu und RedHat
- Gerätedateien für Partitionen: wegen dem Aufbau des Master-Boot-Records und der darin enthaltenen Partitionstabellen, kann eine Festplatte max. vier Partitionen enthalten.
- Unterscheidung zwischen primärer und erweiterten Partition
- primäre Partition ist direkt ansprechbar, bis zu vier primäre Partitionen sind möglich
- erweiterte Partition stellt einen Container für weitere logische Partitionen dar, ist aber nicht direkt ansprechbar. Es kann max. eine erweiterte Partition angelegt werden. IDE Gerät -> bis zu 60 logische Partitionen innerhalb möglich. SCSI Gerät -> nur bis zu 12 logische Partitionen
- Primäre und erweiterte Partitionen werden von 1-4 durchnummeriert
- Die erste logische Partition bekommt die Ordnungszahl 5, egal wie viele primäre und erweiterte Partitionen angelegt wurden
/dev/hda1 -> erste primäre Partition auf dem primary Master
/dev/hda2 -> zweite primäre Partition
/dev/hda3 -> .../dev/hda5 -> erste logische Partition
/dev/hda6 -> weitere logische Partition, usw. - Nach der Partitionierung sind genau n-1 Partitionen nutzbar, wenn eine erweiterte Partition angelegt wurde
- Unterscheidung zwischen Laufwerken und Partitionen beachten (/dev/hda, hdb, hdc, hdd => /dev/hda1, hda2, hda3....)
- Partition der SCSI Laufwerke erfolgt nach dem gleichen Prinzip
- weitere Laufwerke und ihre Bezeichner:
- /dev/scdX SCSI-CD/DVD Laufwerke
- /dev/drX SCSI-raw ermöglicht direkten Zugriff auf ein Device (z.B. wichtig bei Brennern, um über das raw-Interface die zu brennenden Daten zu übermitteln)dev/sda3)
- /dev/sgX SCSI generic (veraltete) Vorgänger von /dev/srX; früher wurden hierüber die Brennner angesprochen
- /dev/stX SCSI tape -> Streamer und Bandlaufwerke
- /dev/nstX Ebenfalls SCSI-tape nur das am Ende der Bandoperation nicht zurück gespult wird (n = norewind); nächste Schreiboperation wird eingehängt
Unterscheidung /dev/stX und /dev/nstX beachten
Ich bereite mich auf die Prüfung zu den Linux-Zertifikaten LIPC vor. Dabei arbeite ich nach den Büchern von Peer Heinlein "LPIC-1 Vorbereitung auf die Prüfung des Linux Proffesional Institute" (5.Auflage) Verlag open source PRESS ISBN 978-3-941841-82-6 und von Harald Maaßen "LPIC-1 Sicher zur erfolgreichen Linux-Zertifizierung" erschienen im Rheinwerk Verlag Bonn ISBN 978-3-8362-3527-3. Ich notiere für mich wichtige Dinge und Ergänzungen und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit ;-)
Montag, 16. Mai 2016
101.1 Modulkonfigurationsdateien
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