Sonntag, 7. August 2016

103.1 Auf der Kommandozeile: Bash

Bash

Einige Kommandos, die hilfreich sind: (nicht zwingend LPIC relevant)
  • CTRL + L                   clear screen
  • CTRL + W                  Das Wort hinter dem Cursor löschen
  • CTRL + U                   Die gesamte Zeile löschen, Cursor muss dabei am Ende stehen
  • CTRL + R                   Suchen in den vorhergehenden Kommandos
  • CTRL + C                   Canceln des aktuellen Kommandos, welches ausgeführt wird
  • CTRL + T                   Tauschen der letzten zwei Zeichen vor dem Cursor
  • ESC + T                     Tauschen der letzten beiden Wörter vor dem Cursor
  • CTRL + H                    Löschen des Zeichens an der Cursorposition
  • CTRL + Z                    Unterbrechung des aktuellen Prozess
  • Up + Down Taste         Aufruf der vorherigen Kommandos, keine automatische Ausführung!!
  • Tab              Autovervollständigung von Befehlen, Pfadnamen und/ oder Dateinamen. Gibt es mehrere Möglichkeiten der Vervollständigung, wird bis zu dem eindeutigen Punkt vervollständigt. Nach mehrfachen Betätigen der Tab-Taste werden dann die vorhandenen Erweiterungen angezeigt

 Bash-History:


  • Alle eingegebenen Befehle werden in der /.bash_history gespeichert
  • Die Variable $HISTSIZE legt fest, wie viele Befehle gespeichert werden. Standard sind 500 (unter Ubuntu 1000). Diese Variable ist normalerweise in /etc/profile abgelegt
  • Die Kommandos werden mit Nummern in der /.bash_history gespeichert
  • history    Aufruf der Liste im Terminal
  • Verwendungsmöglichkeiten der History:
    • !!                (Bang-Bang) führt den letzten Befehl der History erneut aus 
    • !n                Der n-te Befehl der History wird ausgeführt (z.B. !5 führt den 5. Befehl in der History aus)
    • !-n               Führt den n-ten Befehl der History rückwärts gezählt aus (z.B. !-6 führt den 6. letzten Befehl der in der /.bash_history gespeichert ist)
    • !<Zeichenkette>   führt den letzten Befehl aus, indem die Zeichenkette vorkommt
  • PATH Variable: Enthält die Pfadangaben, wo das Betriebssystem nach den Programmen sucht. Ist ein Programm dort nicht abgelegt, muss es unter Angabe des vollständigen Pfads aufgerufen werden. Klassische Beispiele sind die Startskripte unter /etc/init.d 
  • archangel:~# /etc/init.d/apache2 start
  • which <Programm>      Um zu ermitteln, welches Programm genau von der Shell aufgerufen wird, wichtig wenn es mehrere Varianten eines Programms gibt 
  • Ein Programm wird auch dann nicht ohne Pfadangabe ausgeführt, wenn man sich im entsprechenden Verzeichnis befindet. Um es von dort starten zu können, werden die Zeichen ./ vorangestellt, die das aktuelle Verzeichnis repräsentieren 
  • pwd                   (Path of working) Ermittlung, in welchem Verzeichnis man sich gerade befindet 
  • --u -R                verschiedene Programme können rekursiv ausgeführt werden, d.h. das Kommando wird ebenfalls auf alle untergeordneten Ordner und Dateien angewendet. Beispiele hierfür sind: 
    • rm      remove, löschen 
    • cp      copy, kopieren 
    • chmod   change mode file, Berechtigungen für Ordner und Dateien ändern für verschiedene Berechtigungsgruppen. Die Änderungen können im symbolischen (u, g, o, a) oder oktal-Modus vorgenommen werden. Siehe auch Post 
    • chown   change file owner and group: Eigentümer und Gruppe von Dateien oder Ordner ändern 
    • chgrp   change group ownership: ändert die Gruppenzugehörigkeit jeder Datei
  • uname                Informationen des laufenden Systems abfragen. Diese Informationen können dazu verwendet werden, um Informationen über einzelne Module zu erfragen, oder z.B. heraus zu finden, welche passenden Module geladen, oder entladen werden können 
    • -r    Kernelversion auslsen 
    • -a    Kernelversion mit Details auslesen

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