Übersicht der Systemverzeichnisse:
- Layout der Partitionierung
- Überfüllung eines Verzeichnisses kann die Stabilität des ganzen Systems beeinflussen
- Separierung von Daten zur Sicherung möglich
- Früher bei alten BIOS Versionen oder veralteten Versionen von LILO musste in der Partitionsreihenfolge die /boot Partition als erstes eingeplant werden
- Bootpartition sollte ziemlich klein gehalten werden (ca. 50MB)
- Probleme konnten wohl auftreten, wenn der Bootloader oder das Kernel-Image oberhalb von den 1.024 Zylinder der Festplatte lag
- SWAP: Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen lagert Linux erst die Daten aus, wenn der (physikalische) RAM voll ist
- Größe des SWAPs ist daher massiv abhängig von der Größe des RAMs. Ist der RAM groß genug, wird kein SWAP benötigt. Faustregel: Doppelt so viel Swap Space wie physikalischer Speicher vorhanden ist. Ich habe 10% der SSD-Platte als Swap-Space bei meinem Rechner eingerichtet
- /-Verzeichnis (root-Verzeichnis): Größe hier ist abhängig von der Distri und wie viele weitere Partitionen eingerichtet werden sollen (wenigstens 20GB) Mein root-Verzeichnis hat 8,3GB belegt
- /usr: Meins umfasst 5,1GB -> Empfehlung des Autors 10GB. Allerdings ist /usr Teil des root-Verzeichnisses -> ist mir nicht ganz klar, warum ich eine eigene Partition machen soll? Antwort: Das usr/ -Verzeichnis enthält Daten, die für alle Netzwerknutzer zur Verfügung stehen. Man könnte z.B. die Partition "Readonly" mounten
- /var: 2GB; Es gibt Unterschiede zwischen den Distributionen, aber dieser Wert sollte ausreichend sein (1,2GB auf meinem Rechner verwendet); Anleage ebenfalls aus dem Sicherheitsaspekt heraus, damit der User mit privaten Daten nicht den root-Bereich vollaufen lassen kann
- /tmp: 400MB (bei mir definitv weniger); eigene Partition, damit der Nutzer die root-Ebene nicht fluten kann
- /home: Um hier die Größe zu bestimmen, sollte man wissen, welche Daten man hier ablegen möchte und dann entsprechend die Größe selbst bestimmen
- Prüfungstipp: Dateisysteme müssen oft gesichert werden, welche nicht?
- Anmerkungen aus Heinlein: die Verzeichnisse /bin /sbin /lib dürfen auf keinen Fall auf eine eigenen Partition ausgelagert werden, da hier wichtige Programme wie mount oder fsck für den Systemstart hinterlegt sind. Das Gleiche gilt auch für /etc, wo ja unter anderem die /etc/fstab liegt. Bei allen möglichen Aufteilungen ist das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand zu bedenken, und mögliche Folgeprobleme sollten ebenfalls bedacht werden
LVM Logical Volumen Manager
- Abstraktion des physikalischen Datenträgers gegenüber des Dateisystems
- Mehrere Datenträger werden als ein Volumen formatiert -> Dateisystem nimmt dieses als eines wahr
- nachträgliche Erweiterung des Volumens dadurch möglich (sollte dem Server der Speicherplatz ausgehen, schraubt man einfach ein paar Festplatten mehr dran und erweitert das Volumen)
- LVM-Komponenten und ihre Zusammenhänge
- Physikalische Volumen (pv): vergleichbar mit echten Partitionen auf einer Festplatte, werden mit fdisk vorbereitet, Dateisystem ist 8E
- Volumen-Gruppe (vg): Zusammenschluss aus mehreren physikalischen Volumen, Erweiterung der Gruppe nachträglich möglich
- Logische Volumen (lv): werden innerhalb der Volumen-Gruppe erstellt, Partitionen aus Sicht des Dateisystems und werden hier gemounted und verwendet
- Kommandos bezüglich der Verwendung der LVM-Komponenten kann man sich hier anschauen: ls -l /sbin/pv* /sbin/lv* /sbin/vg* Sollte hier nichts angezeigt werden, ist lvm nicht installiert
- Um eine neue Festplatte für LVM verfügbar machen zu können, müssen geeignete Partitionen mittels fdisk (auch cfdisk) vom Typ Linux LVM (8E) erstellt werden
SWAP-Partition
- swapon mounten einer fertigen Swap-Partition
- swapoff deaktivieren der Swap-Partition
- mkswap formatieren der Swap-Partition
- Erweitern der Swap-Speichers:
- Unter Unix ist alle eine Datei :-)
- zwischen der Angabe /dev/hda6 (Swap-Partition) und /var/swap ("echte" Datei) ist erst mal kein großer Unterschied
- anlegen einer Datei (z.B. 128 MByte) mit dem Programm dd
- formatieren der Datei mit mkswap
- einbinden der Swap-Datei mit swapon
- Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass der Zugriff auf eine Datei immer langsamer erfolgen kann, als auf eine Partition, da über das Dateisystem vorgegangen wird und es sein kann, dass die Datei fragmentiert auf dem Laufwerk abgelegt ist
- Vorteil: Die Neupartitionierung des Systems wird umgangen
- # dd if=/dev/zero of=/var/swap bs=1024k count=128
# chmod 600 /var/swap
# mkswap /var/swap
# swapon /var/swap - prüfen, ob Ausführung erfolgreich war über die Datei /proc/swaps
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